Vom Wattenmeer nach Estland – Zugvögel in verschiedenen Lebensräumen – 8 Tage

Termin

18.-25.04.2020

Schreiadler

Ornithologische Frühjahrsexkursion mit BaltikumNaturReisen (18.04. – 25.04.2020) In Estland zeigt sich der Vogelzug im Frühling von seiner spektakulärsten Seite. Viele „unserer“ Wattenmeer-Zugvögel treffen hier auf ihre östlichen und nordischen Verwandten. Andere bleiben und brüten in den weitläufigen Wiesen und Regenmooren des kleinen Landes. Die Natur Estlands ist in ihrer Vielgestaltigkeit europaweit einzigartig. Riesige Regenmoore, taigaartige Wälder und traditionell extensiv genutzte Offenlandschaften liegen dicht nebeneinander. Stark mäandrierende Flüsse durchziehen das Land. An den unberührten Küsten erstrecken sich Strandwiesen und Wacholderheiden. Vor der Küste liegt ein Archipel aus hunderten, vielfach unbewohnten Inseln. Lassen Sie sich von Ihrer deutschsprachigen estnischen Reiseleitung in die schönsten Beobachtungsgebiete führen!

Tag 1: Tallinn – Estlands Westküste und Eulenexkursion

Sie fliegen morgens nach Tallinn, Estlands Hauptstadt. Am Flughafen treffen wir unsere estnischen Reiseleiter. Im bequemen Kleinbus fahren wir zunächst in den Nordwesten des kleinen Landes. Schon unterwegs halten wir, denn überall sind Goldregenpfeifer- und Kiebitz-Trupps, sowie nordische Gänse und Kraniche unterwegs. Über den Feldern rütteln Raufußbussarde oder es zeigt sich ein Merlin auf der Jagd nach Kleinvögeln. Unser erstes Quartier liegt nur unweit der Ostsee und ist herrlich eingebettet in einen Dünenkiefernwald. Erlenzeisige und Kiefernkreuzschnäbel sind hier Brutvögel. Gleich den ersten Abend nutzen wir für eine Eulenexkursion, um Habichtskauz oder Sperlingskauz zu beobachten.

2. Tag Uferschnepfen, Kampfläufer und Birkhähne

An diesem Morgen beobachten wir Watvögel zunächst im Binnenland. Die großen Graslandschaften werden von noch größeren Regenmooren umgeben. Hier rasten Kampfläufer auf ihren Weg nach Norden, während Uferschnepfen schon in ihren Brutgebieten angekommen sind. Die Flächen sind zudem Turnierplätze der Birkhähne, deren „Kullern“ weithin hörbar ist. Immer konnten wir hier Elche sehen. In der Nähe liegen Auerhahnbiotope. Oft halten sich die imposanten Hähne an Straßen, am Rande lichter Kiefernwälder auf. Etwas weiter liegen Flächen, auf denen riesige Waldbrände wüteten. Hier wollen wir zwischen freigelegten Dünen und Moorseen Flussregenpfeifer suchen. Auch Kiefernkreuzschnäbel, Steinadler, Seidenschwänze und vielleicht eine Sperbereule gilt es zu entdecken. Später besuchen wir Lyckholm, ein deutschbaltisches Gut der Familie von Rosen und erfahren hier viel über die Geschichte des Baltikums. Das in der Nähe liegende Silma-Seengebiet erreichen wir zu Fuß. Hier erwarten wir Rohrdommel, Rothalstaucher, Zwergsäger und durchziehende Entenarten (Berg-, Tafel-, Reiherenten).

Tag 3: Am Kap der Nordischen Taucher

Am Morgen sind wir am Kap Pöösaspea unterwegs – dem besten Ort im Baltikum für die Beobachtung von Stern- und Prachttauchern. Oftmals in Trupps umfliegen sie die nordwestlichste Spitze Estlands. Unter den Meeresenten fallen vor allem die vielen Eisenten auf, die sich jetzt in großer Zahl vor der Küste einfinden und schon intensiv balzen. Daneben sind auch Eider-, Samt- und Trauerenten zu sehen. Bei günstigen Windverhältnissen kommt es zu einem starken Zug von Raufußbussarden. Immer wieder überrascht das Kap mit arktischen Arten wie Schneeammer, Strandpieper oder Polarbirkenzeisig. Die Strände in der Nähe unserer Unterkunft die wir am Nachmittag aufsuchen, werden von vielen Watvögeln genutzt. So sind Grünschenkel, Sandregenpfeifer und Sichelstrandläufer regelmäßig zu sehen. Der Abend ist wieder den Eulen vorbehalten. In den letzten Jahren konnten wir regelmäßig Brutplätze des Habichtskauzes finden – ein eindrucksvolles Erlebnis diese riesige Eule am Nest beobachten zu können.

Tag 4: Ein Tag im Regenmoor

Das Marimetsa-Regenmoor ist eines der am besten begehbaren Moore in ganz Estland. Im baumlosen Zentrum finden wir eine ganz spezifische Fauna und Flora. So den Regenbrachvogel, der hier sein südlichstes Brutvorkommen hat. Gleichfalls Uferschnepfe und Rotschenkel. Eindrücklich ist der Gesang des Goldregenpfeifers zu hören. Sehr eng an Regenmoore binden sich Steinadler, die vorwiegend Birkwild jagen. Daneben sind auch Merlin, Raubwürger und Singschwäne Brutvögel im Moor. Unter den Pflanzen finden wir viele spezielle Arten, die nährstoffarme Bedingungen bevorzugen. So Sonnentau, Zwergbirke, Rosmarinheide und die Moltebeere. Einen besonderen Reiz haben die dem Moor vorgelagerten Wälder, in denen Dreizehenspecht und das Haselhuhn vorkommen. Beides Arten bevorzugen dichte Wälder mit einem hohen Totholzanteil und sind nicht immer leicht zu entdecken.

Tag 5: Maritimer Tag auf Hiiumaa

Heute wechseln wir unseren Standort. Unser neuer Übernachtungsort liegt unmittelbar im MatsaluNationalpark. Ganz nah sind flache Meeresbuchten, an denen tausende nordische Gänse und vor allem Zwergschwäne rasten. In den vorgelagerten Mooren zeigen sich Bekassinen bei der Balz und Sumpfohreulen auf Nahrungsflügen. Zuvor besuchen wir jedoch Hiiumaa, die zweitgrößte Ostseeinsel Estlands. Während der Überfahrt mit der nur langsam fahrenden Fähre lassen sich nicht nur die zahlreichen Bergenten gut beobachten, sondern auch Ringelrobben, die auf flachen Steinen oder Eisschollen liegen. Die Insel Hiiumaa (schwedisch Dagö) ist nur an den Küsten bewohnt. Im Inselinneren finden sich ausgedehnte Wälder und Moore. An den nach Norden ausgerichteten Buchten wollen wir nach Zugvögeln (Meeresenten, Kleinund Greifvögel) Ausschau halten. Vielleicht gelingt es uns sogar noch die hocharktische Scheckente zu entdecken, die bis in den April vor der estnischen Küste ihr südlichstes Winterquartier hat.

Tag 6 : Matsalu-Nationalpark

Nur unweit unserer Unterkunft befinden sich die letzten Brutplätze des Alpenstrandläufers im Baltikum. Die Balz, die zeitweise in der Luft ausgetragen wird, ist ein eindrucksvolles Schauspiel. Auch Rotschenkel, Kiebitz und Sandregenpfeifer sind Brutvögel in dieser beeindruckenden Landschaft. Am Nachmittag fahren wir nach Haapsalu, einem ehemaligen Kurort russischer Zaren und des Komponisten Peter Tschaikowski. Auf der gut einsehbaren Lagune halten sich Zwergschwäne, viele Entenarten (Pfeif-, Spieß- und Löffelenten) und oft hunderte Zwergsäger auf.Ein kleiner See inmitten der Stadt beherbergt Ohrentaucher. Besonders für Fotografen ergeben sich phantastische Motive, da die Ohrentaucher nur wenig Scheu zeigen und sich auf geringer Distanz fotografieren lassen. Natürlich besichtigen wir auch die mächtige Bischofsburg der Stadt. Hier finden wir sicher den sehr hellen Nordischen Kleiber.

Tag 7 : Brachvögel an den Strandwiesen, Flussuferläufer am Kasari-Fluss

Die riesigen Strandwiesen des Nationalparks sind Seggenriede, die jährlich für Zug- und Brutvögel gemäht werden. Wir erfreuen uns an balzenden Brachvögeln und Bekassinen. Gleichfalls an Weißwangengänsen, die zu dieser Jahreszeit besonders häufig anzutreffen sind. Auf den Wiesen lassen sich Elche schon am Tage sehen, da sie hier nicht bejagt werden. Später sind wir am Kasarifluss unterwegs. Er mäandriert ungehindert durch eine sehr abwechslungsreiche Wiesenlandschaft und ist Brutplatz für den Flussuferläufer. Gleichfalls können wir hier sowohl den Schrei-, als auch den Schelladler sehen und ihre charakteristischen Merkmale erkennen.

Tag 8 : Trauerenten am Strand und Mittelalter in Tallinn

Auf einer Frühexkursion halten wir am Strand nochmal Ausschau nach ziehenden Trauerenten. Auch SpornSchneeammern und Strandpieper ziehen regelmäßig an der Küste entlang. Nach dem Frühstück fahren wir nach Tallinn und besichtigen eine der intaktesten mittelalterlichen Städte Europas. Sie hat immer noch das ursprüngliche Straßensystem aus dem 13. Jahrhundert. Die meisten Häuser aus dem 14. und 15. Jahrhundert stehen in ihrer ursprünglichen Größe und Form da. Gleichfalls sind alle wichtigen und repräsentativen Regierungsgebäude sowie die Kirchen Tallinns unversehrt. Nach der Stadtführung werden wir zum nahen Flughafen gebracht und wir treten die Heimreise an.

Anforderungen

Wanderungen mit Pausen bis 10 Kilometer; keine Steigungen.

Preis:

Preis ab 6 Personen:

2.055,- € / Person im Doppelzimmer

2.225,- € / Person im Einzelzimmer

Termin

18-25.04.2020

Leistungen

  • Flug ab Deutschland in der Economy-Class (spezielle Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • 7 Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • Vollpension (mittags Lunchpaket)
  • Alle Transferfahrten vor Ort mit einem Reisebus
  • Stadtführung Tallinn
  • Schiffstour zur Insel Hiiumaa
  • Deutschsprachige estnische Reiseleitung
  • Unterstützung für ein Projekt zur Erhaltung der letzten Alpenstrandläuferbrutplätze
  • CO2 Kompensation für den Flug über atmosfair (https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/flug)
  • Reisepreissicherung nach BGB

Nicht enthaltene Leistungen

  • Persönliche Ausgaben, Trinkgelder…
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket
  • Reiseversicherung

Buchung

Andreas Weber andreas@baltikumnaturreisen.de Tel.  03991 666895 Bert Rähni bert@baltikumnaturreisen.de Tel. +3725137141

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